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Reisebericht Mai 2021 von Roselyn Kiwala

Roselyn Kiwala (CEO von Widows of Hope, in Berlin lebend, aber in Sambia aufgewachsen und Universität besucht) hat im Mai 2021 trotz der herausfordernden Pandemielage die Witwen und Waisen in Solwezi und Chingola besucht. Seit dem letzten Besuch (gemeinsam mit uns Ulf und Iris Schneider) vor zwei Jahren und dem in 2020 abgesagten Besuch wegen der Pandemie war es äußerst wichtig, sich wieder ein eigenes Bild von der Situation vor Ort zu machen, den Koordinatorinnen und anderen Helferinnen vor Ort zu danken und Mut und Unterstützung für die weitere Arbeit zu geben.

In Solwezi besuchte Roselyn mit den Koordinatiorinnen die Witwen "zu Hause", dort wo sie leben. Oftmals gab es keine Straße und so musste ein längerer Fußmarsch zurückgelegt werden. Viele der Witwen haben keine eigene Bleibe, sondern sind bei einem Bruder oder Onkel untergekommen. Andere Witwen leben in nicht fertiggestellten Häusern. Die meisten Witwen schlafen auf hartem Boden, nur wenige haben eine auf wie Blöcken ruhende Matratze. Einige Witwen schlafen mit vier oder mehr Kindern. Was für eine traurige Situation! Wir haben deshalb beschlossen, dass als Weihnachtsgeschenk - auch schon vor Weihnachten - Matratzen geschenkt werden.

Ein weiteres Problem ist, dass sie keinen Zugang in der Nähe zu sauberem Wasser haben. Sie müssen einige Kilometer laufen, um sauberes Wasser zu finden. Keine der Witwen hat Elektrizität zu Hause.

Die Kinder haben ein Paar Schuhe, die Schuhe für die Schule, die von der Stiftung mit den Schuluniformen angeschafft wurden. Nachdem die Kinder zurück von der Schule sind, werden die Schuhe und Schuluniform ausgezogen und sie laufen den Rest des Tages barfuß, oftmals besitzen sie auch keine adäquate Kleidung.

Insgesamt ist die Wohn- und Lebenssituation für die Witwen und Kinder unbefriedigend und bedarf einer langfristigen Lösung.

Einen Tag lang hat Roselyn alle Kinder und Jugendliche, 233 von 336 die wir in Solwezi unterstützen, getroffen und ihnen als Gruppe Mut und Zuversicht zugesprochen. Danach hatte sie in Kleingruppen (entsprechend der Altersstufen in der Schule) einen intensiven Austausch. Alle sind interessiert zu lernen. Einige haben den Wunsch geäußert, lieber internatsmäßig (boarding school) untergebracht zu sein, weil sie oft wegen des Fehlens von Elektrizität zu Hause nicht lernen können. Natürlich gab es auch genug zu essen, damit sie zumindest an diesem Tag satt wurden. Für jedes Kind oder Jugendlichen (wie auch Witwe) existiert eine "Akte", um zielgerichtet zu unterstützen.

Roselyn hat auch die Witwen und Kinder mit HIV getroffen (22 Witwen und 4 Kinder). Sicherlich sind noch mehr infiziert, aber oftmals trauen sie sich nicht offen darüber zu sprechen. Damit sich die gesundheitliche Situation nicht weiter verschlechtert, sind sie besonders auf Unterstützung mit Lebensmitteln und auch medizinischer Versorgung angewiesen. Wir haben deshalb bereits seit Anfang 2021 ein Budget dafür eingerichtet.

Auch die Farm wurde besucht: das Ackerland und die Teiche für die Fischaufzucht. Roselyn konnte den Fortschritt sehen, z.B. Mais wird auf 5 Hektar angebaut.

Am 8. Mai in Solwezi und am 10. Mai in Chingola wurde der Muttertag groß auch mit verschiedenen Gästen gefeiert mit Berichterstattung verschiedener Medien einschließlich Radio.

Auch in Chingola wurden die Witwen zu Hause besucht, die Kinder und Jugendlichen getroffen und das Farmland inspiziert.

In Lusaka gab es ein Treffen mit den Studentinnen und Studenten, die in Lusaka studieren (12 von 15 konnten teilnehmen) und deren Studiengebühren von der Stiftung getragen werden. Der Zuspruch und die Motivationsansprache von Roselyn wurde von allen als hilfreich erachtet.

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