Aktivitäten
Reisebericht Sambia 2025
Die vielen Fortschritte, die wir auf unserer Reise vom 15.10. - 28-10. 25 beobachten konnten, lassen sich an folgenden Dinge konkret festmachen:

- Koordinatoren
An den beiden Standorten Solwezi und Chingola, die von Anbeginn unserer Arbeit bestehen, sind mit Alan Kayamba und Prince Zulu zwei Koordinatoren tätig, die von uns gefördert anfangs noch zur Schule gingen und danach erfolgreich ein Studium beendet haben. Die Organisation erntet die Früchte ihrer eigenen Arbeit: zwei gut ausgebildete junge Menschen leiten hochmotiviert, umsichtig und mit außerordentlichem Einsatz die Standorte bzw. auch gleichzeitig die Region mit der eigenen Erfahrung, wie es ist, wenn die Mutter eine Witwe und man selbst ein Waise ist, und aus dem Antrieb heraus, unbedingt zurückgeben zu wollen.

- Organisation
Wir konnten erfahren, wie sinnvoll und motivierend es ist, an den einzelnen Standorten Sub-Gruppen gebildet zu haben. In Chingola haben wir zum Beispiel alle vier Subgruppen vor Ort besucht, die ehrenamtlich von einer Witwe mit Hilfe von zwei weiteren Witwen geleitet werden. Als Treffpunkt fungiert das Grundstück/Haus, wo die Witwe lebt, und man trifft sich regelmäßig und häufig, was für alle machbar ist, da sie alle nahe beieinander leben. Sie beschließen, welchem Handwerk und welcher Beschäftigung sie nachgehen wollen und unterstützen sich gegenseitig. Als hilfreich hat sich erwiesen, dass sie auch Mikro-Kredite an Einzelne (Village Banking“) vergeben, damit diese zum Beispiel die „Rohstoffe“ für die Produktion kaufen können und nach Verkauf dieser den Kredit wieder mit Zahlung von Zinsen zurückzahlen. So hat sich das Anfangskapital in einer der Subgruppen um mehr als 30 % vermehrt.

- Roselyn Kiwala, CEO von Widows of Hope (unserer Partnerorganisation vor Ort) - Bild gezeichnet über Nacht von unserem Studenten
Im Sommer 2024 ist Roselyn Kiwala, nach über 20 Jahren in Berlin, wieder zurückgezogen mit Familie nach Sambia.Die Wirkung ihrer Führung nun vor Ort ist nicht überraschend noch wesentlich ausgeprägter als vorher aus der Ferne von Berlin. Dies zeigt sich vielfältig: in der Anleitung der Koordinatoren, Witwen und Waisen sowie in ihrem weit verzweigten Netz zur Politik und Würdenträgern, Unternehmen und anderen Organisationen (z.B. NGOs).

- Einwerben von Spenden und Unterstützung durch Widows of Hope Foundation
Insbesondere Roselyn Kiwala, aber auch Alan ist es gelungen vielfältige Spenden einzuwerben.
Ferner soll durch die Unterstützung eines DC es ermöglicht werden, dass Absolventen von Widows of Hope für Aufträge für das Schneidern und das Besetzen von Stellen im öffentlichen in Erwägung gezogen werden.

- Ausbildung von Jugendlichen
Ca. 800 Kinder und Jugendliche gehen zur Schule
Ca. 50 Studenten
Ca. 25 Jugendliche/Witwen machen eine Ausbildung im Trainings-Center von
Don Bosco, Chingola
Ca. 35 Jugendliche/Witwen machen eine Ausbildung im Waldington Skills Training
Center, Lusaka
Geplant ab Januar 2026: Basiskurs in „Plumbing“ (Installateur) und danach in Elektrik, beide in Solwezi

- Youth Workshops
Um erfolgreich die Schule, Ausbildung oder das Studium zu beenden und auch eine Anstellung zu finden, ist auch die Erweiterung persönlicher Kompetenzen von essenzieller Bedeutung.
Durch die Partnerschaft und Zusammenarbeit mit „Abury Girls Gearing Up“ soll dies bewerkstelligt werden.
Sowohl in Chingola als auch Lusaka wurden während unseres Besuchs 2-tägige Workshops „Youth Gearing Up“ angeboten (eine Trainerin kam aus Berlin (Courtney Adams), die andere aus Malawi (Golda)), an denen insgesamt über 100 Jugendliche mit Erfolg teilnahmen. Die nachträgliche Online-Bewertung des Workshops, wo nach der Erlernung verschiedener Kompetenzen gefragt wurde, beweist, dass die Kompetenzermittlung erfolgreich war.
Weitere Vertiefung und Aufbau-Module (auch online) sind geplant.

- Erlernen eines Berufes/Ausbildung von Witwen
Eine Nähklasse hat über 1,5 Jahre stattgefunden und 25 Witwen haben ihren Abschuss (Graduation) in einer feierlichen Zeremonie gefeiert. Jeder Frau wurde eine Nähmaschine nebst Nähutensilien (durch IKK) entweder mit Handkurbel oder Fußtritt geschenkt.
Durch die Graduation sind Frauen ermutigt worden, sich für die nächste Nähklasse anzumelden, bereits 20 Anmeldungen.
Einige Witwen haben in den letzten Jahren auch eine Ausbildung bei Don Bosco beendet.

- Standorte von Widows of Hope (CEO: Roselyn Kiwala)
- Solwezi (Northwest)
- Chingola (Northwest)
- Kalumbia (Northwest)
- Chilibomwe (Northwest)
- Lusaka
- Mushindamo

Nicht geändert hat sich die Fröhlichkeit und Begeisterung aller. Im Gegenteil, insbesondere an den Standorten in Solwezi und Chingola, die nun seit mehr als 7 Jahren bestehen und die wir zum dritten Mal besucht haben, ist ein Vertrauen zu Widows of Hope und uns sowie eine große Dankbarkeit für unsere Unterstützung gewachsen. Grundlage dafür ist die zutiefst enge und spirituelle Beziehung aller zu Roselyn Kiwala, die sowohl inspirierend, motivierend und Orientierung gebend ist als auch verkündigend und seelsorgerisch wirkt.
Ulf und Iris Schneider
10.11.25
